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Abschluss

Abschluss

Ein Versicherungsvertrag wird durch die Annahme des Antrages durch den Versicherer abgeschlossen. Die Annahme des Antrages nennt sich Polizzierung und wird mit der Übersendung des Versicherungsvertrages vollendet.

Anwartschaft

Anwartschaftsversicherung

Im Bereich der privaten Krankenversicherungstarife ist es möglich mit dem Versicherer ein Inkrafttreten eines  Vertrages in der Zukunft zu vereinbaren. Der Versicherungsnehmer kann bei geringer Prämienzahlung einen Zeitpunkt vereinbaren, an dem der volle Versicherungsschutz aktiviert wird. Die Anwartschaftsversicherung enthält folgende entscheidende Vorteile:

  • Die Gesundheitsprüfung erfolgt zum Datum der Anwartschaft. Krankheiten, die während der Anwartschaft auftreten, dürfen im späteren Vertrag mit vollem Versicherungsschutz nicht ausgeschlossen werden und zu keinem Prämienzuschlag führen.

  • Die Prämie wird nach dem Eintrittsalter zum Datum der Anwartschaft berechnet (Anmerkung: Das Eintrittsalter ist in der Sparte Krankenversicherung der Hauptfaktor für die Höhe der Prämie. Je älter man ist, desto teurer wird ein Krankenversicherungsvertrag).

  • Die Prämienhöhe ist ein Bruchteil des Volltarifes.

 Die Konstruktion der Anwartschaft kann auch dazu verwendet werden einen bestehenden Vertrag zu unterbrechen und später wieder aufleben zu lassen.

Billigungsklausel

Billigungsklausel (Abweichung vom Antrag)

Antrag und Annahme müssen inhaltlich übereinstimmen, damit ein gültiger Versicherungsvertrag zustande kommt. Stimmen Antrag und Annahme nicht überein, kommt grundsätzlich kein Vertrag zustande.
Eine Ausnahme von diesem Grundsatz enthält § 5 VersVG: Weist der Versicherer den Versicherungsnehmer auf die Abweichung der Polizze zum Antrag hin, so hat der Antragsteller ein Monat Zeit zu widersprechen. Widerspricht der Versicherungsnehmer innerhalb der Frist nicht, so gilt der abweichende Inhalt der Polizze.

Soll/Ist-Vergleich

Soll/Ist-Vergleich (Abweichungsanalyse)

Bestehende Sicherheitseinrichtungen, Vorsorgemaßnahmen und nicht zuletzt Versicherungen werden aufgenommen und der Risikoanalyse gegenübergestellt, um Deckungslücken aufzuzeigen. Sie ist das Kernstück bei der Feststellung des individuellen Versicherungsbedarfs.

Vermittler

Vermittler

Der Vermittler ist jene Person, die wesentlich am Abschluss des Versicherungsvertrages beteiligt ist. Durch seine beratende Funktion ist er das Bindeglied zwischen Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen.

Der Vermittlungsbefugnis kann entweder als Versicherungsmakler oder als Versicherungsagent ausgestaltet sein.

Gesetzliche Grundlage: §§ 43-45 VersVG.

Versicherte Person

Versicherte Person

Die versicherte Person ist die Person an der das Risiko anhaftet. Sehr oft ist der Versicherungsnehmer auch gleichzeitig die versicherte Person. Eine Abweichung zwischen versicherter Person und Versicherungsnehmer ist eine branchenübliche Struktur, um den Kundenbedürfnissen entsprechen zu können.

Beispiel: Der Familienvater schließt für sich, seine Frau und seine Tochter eine Unfallversicherung ab. In diesem Fall sind die Tochter, Mutter, Vater versicherte Personen und der Vater der Versicherungsnehmer.

Versicherungsnehmer

Versicherungsnehmer

Der Versicherungsnehmer, kurz VN genannt, ist der Inhaber des Versicherungsvertrages. Er wünscht den Versicherungsschutz und der Vertrag wird auf seinen Namen und Rechnung abgeschlossen. Er zahlt die Prämie und er entscheidet über das Schicksal des Versicherungsvertrages. Insbesondere kann er den Vertrag kündigen. Oft ist der Versicherungsnehmer auch gleich die versicherte Person.

Beispiel A: Beispiel: Die Mutter (Versicherungsnehmer) schließt für die Studentenwohnung ihrer Tochter (abweichende versicherte Person) eine Haushaltsversicherung ab.